Vor der Stadt
Weit außerhalb vor den Toren der Stadt lag ein kleines, "gar geringes Nonnenkloster, Unserer leven Fruven im Nord-Dahl geweiht".

Werner Freist hat uns ein Bild von den Toren der Stadt aus der Zeit von 1764 vermittelt. Unsere heutige Kreuzung Elmstraße - Helmstedter Straße lag damals bereits außerhalb der Stadt. Wann das kleine Kloster errichtet wurde, ist uns nicht überliefert. Möglich, dass hier einige Nonnen Zuflucht fanden, als Bischof Reinhard das Benediktiner-Kloster im Ostendorf , angeblich wegen verderbter Sitten der Nonnen auflöste und 1120 auf der Höhe das Männerkloster St. Lorenz gründete. Seit früher Zeit finden wir den Namen Claus, der sich aus dem lat. Claustrum (einem abgeschlossenen Bereich) entwickelte und erst im Jahre 1963 zu der heutigen Bezeichnung Clus abgewandelte wurde.
Wie sehr der Name zu Recht bestand, wird aus dem Lageplan von 1774 deutlich.

Vom Elmhang floss in einer Senke der Teufelsküchengraben (heute kanalisiert und in der Regel nicht mehr Wasser führend) nach Osten. Von ihm wurden einige Gräben so abgeleitet, dass sie in einem Dreieck, eine Art Insel, von der Außenwelt abtrennten.

