von Eckhard Dallmer

Vierzig Jahre Clusgemeinde mit Vorgeschichte zu dokumentieren, ist eine Aufgabe, die sehr viel mehr Zeit erfordert hätte. Das hat sich insbesondere bei der Durchsicht der vielen Materialien gezeigt, die ein Gemeindeleben repräsentieren. So bin ich gezwungen gewesen, an vielen Stellen oberflächlich und unvollständig zubleiben.

Die Vorgeschichte der Clus müsste eine eigene Aufarbeitung erfahren. Ich habe sie dennoch in knapper Form mit aufgenommen, weil eben die kleine Cluskirche und die alte noch viel kleinere Clusgemeinde Basis für die heutige Entwicklung sind. Die Nähe zur Ev. Stiftung Clus ist nur durch die Geschichte zu verstehen.

Maßgeblich und prägend am Aufbau dieser Gemeinde ist durch seine lange Amtszeit und sein vielfältiges Engagement zusammen mit seiner Frau Pfarrer Gebhard Wille gewesen. In dessen Zeit sind alle Gebäude des Gemeindezentrums und der Anbau an die Kirche mit dem Glockenturm entstanden.

Pfarrer Hans-Joachim Meyer mit anderer theologischer und persönlicher Prägung hat kein leichtes Erbe anzutreten gehabt. Das Gemeindeleben war in festen Bahnen ein wenig erstarrt, er versucht bald, neue Impulse einzubringen. Seine schwere Erkrankung haben dann jedoch viele gute Ideen nicht dauerhaft Wirklichkeit werden lassen. Viele Vertretungen und eine längere Vakanzzeit haben das Gemeindeleben stagnieren lassen. Seiner Zeit werde ich durch eine zu knappe Darstellung nicht ganz gerecht.

Eine vitale Änderung beginnt mit Pfarrer Olaf Brettin. In fast unbekümmert jugendlicher Art, mit viel Energie und im tiefen Vertrauen auf die Kraft Gottes öffnet er viele Herzen für den Glauben an Jesus Christus. Alle Altersgruppen fühlen sich von ihm angesprochen. Die Jugendarbeit ist ihm Schwerpunkt und Basis für den Gemeindeaufbau. Es entwickelt sich ein Gemeindeleben aus der Basis heraus wie nie zuvor in dieser Gemeinde. Die vielen Berichte aus den Gruppen sind ein Kennzeichen für diese Aktivitäten. Daher ist dieser Zeit in der Dokumentation auch ein größerer Teil gewidmet.
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Am Anfang dieses Jahres habe ich anlässlich der Visitation für die Gemeinde einen Visitationsbericht zusammengestellt. Aus diesem Bericht habe ich wesentliche Teile in diese Dokumentation übernommen. Das ist von Anfang an so geplant gewesen. Ich danke allen, die mir durch ihre Berichte zugearbeitet haben.

Ein ungewöhnlicher Erfolg erzeugt aber auch Misstrauen, Ängste, Anfechtungen und Kritik. Die Jahre 1999 und 2000 waren für Brettin und die Gemeinde auch schwere Jahre. Die Auseinandersetzungen habe ich in diesem Bericht nur ansatzweise erwähnt.[...]


Schöningen, im Juli 2002

Eckhard Dallmer